Der Fachkräftemangel ist real und in vielen Branchen deutlich spürbar. Gleichzeitig wird er in vielen Unternehmen zur Hauptbegründung für Probleme, die im Alltag entstehen. Offene Stellen bleiben unbesetzt, der Druck steigt und der Fokus richtet sich fast automatisch nach aussen. Was dabei oft zu wenig beachtet wird, ist die Situation im eigenen Betrieb.
Warum gute Mitarbeitende trotzdem gehen
In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass Kündigungen selten plötzlich passieren. Häufig gab es über längere Zeit Punkte, die nicht sauber geklärt wurden. Erwartungen waren unklar, Entscheidungen wurden aufgeschoben und Spannungen im Team wurden nicht angesprochen. Diese Themen wirken im Hintergrund weiter, auch wenn sie nicht offen benannt werden.
Mitarbeitende reagieren darauf nicht sofort mit einer Kündigung. Zuerst entsteht Distanz. Engagement nimmt ab, Gespräche werden vorsichtiger und irgendwann fällt die Entscheidung, sich neu zu orientieren.
Warum dieser Teil oft ausgeblendet wird
Die eigene Führung zu hinterfragen ist anspruchsvoller, als den Markt verantwortlich zu machen. Es bedeutet, sich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen und anzuerkennen, dass Wirkung und Absicht nicht immer übereinstimmen. Genau deshalb wird dieser Schritt im Alltag oft vermieden.
Wie Passion Leader hier konkret ansetzt
Passion Leader setzt bewusst dort an, wo Führung im Alltag stattfindet. Es geht nicht um allgemeine Modelle, sondern um konkrete Situationen, die bereits mehrfach aufgetreten sind. Ich arbeite mit Führungskräften daran, diese Situationen genau zu analysieren und mache sichtbar, wie Verhalten wirkt und wo Missverständnisse entstehen.
Der entscheidende Punkt ist, dass nicht nur erkannt wird, was nicht funktioniert, sondern auch, was konkret anders gemacht werden kann. Der Fokus liegt darauf, dass sich Veränderungen im nächsten Gespräch und in der nächsten Entscheidung direkt zeigen.
Wo der Unterschied entsteht
Wenn Führung klarer wird, verändert sich die Zusammenarbeit spürbar. Gespräche werden verbindlicher, Entscheidungen werden umgesetzt und Spannungen werden früher angesprochen. Das führt nicht nur zu besseren Ergebnissen, sondern auch dazu, dass Mitarbeitende sich wieder stärker einbringen.
Praxistipp
Überlegen Sie sich bei einer Kündigung aus den letzten Monaten, welche Themen bereits länger sichtbar waren und weshalb sie nicht früher angesprochen wurden.
Wenn Sie merken, dass solche Situationen auch bei Ihnen auftreten und sich im Alltag wiederholen, lohnt sich ein genauer Blick auf Ihre konkrete Führungssituation. Im Passion Leader Ansatz arbeite ich mit AECdisc®, um Verhaltensmuster sichtbar zu machen und Klarheit in Gespräche, Entscheidungen und Zusammenarbeit zu bringen. Entscheidend ist dabei nicht die Analyse an sich, sondern was Sie daraus im nächsten Gespräch konkret anders machen.